Hormontherapie bei trans* und nicht-binären Menschen verstehen und begleiten Fortbildung für Therapeut:innen, Berater:innen und andere Behandelnde
Who: Dr. Daniel Masch
**Hormontherapie bei trans\* und nicht-binären Menschen verstehen und begleiten**
**Fortbildung für Therapeut:innen, Berater:innen und andere Behandelnde**
**Dienstag, 24. November 2026 \| 17:30–ca. 20:00 Uhr**
**Checkpoint Queer, Lüneburg**
Für viele trans\* und nicht-binäre Menschen ist die Frage nach einer Hormontherapie ein wichtiger Bestandteil ihres persönlichen Transitionsweges. Therapeut:innen und andere Behandelnde begleiten diese Entscheidungsprozesse, sprechen über Wünsche, Hoffnungen, Unsicherheiten und Ängste und sollen dabei unterstützen, zu einer möglichst informierten und selbstbestimmten Entscheidung zu kommen.
Gleichzeitig fehlt im therapeutischen und psychosozialen Arbeitsalltag häufig konkretes Wissen darüber, **was es tatsächlich bedeutet, eine Hormontherapie zu beginnen**: Welche Veränderungen sind realistisch zu erwarten? Wann setzen erste Wirkungen ein? Welche Veränderungen sind dauerhaft, welche reversibel? Welche Erwartungen können Hormone erfüllen – und welche eher nicht? Welche körperlichen und psychischen Erfahrungen machen Menschen insbesondere in den ersten Monaten? Welche Nebenwirkungen können auftreten? Und welche Sorgen begegnen uns in Beratung und Therapie immer wieder?
Die Fortbildung vermittelt praxisnahes Grundlagenwissen zu Hormontherapien bei trans\* und nicht-binären Menschen und verbindet medizinische Informationen mit der Perspektive der psychosozialen und therapeutischen Begleitung.
**Themen des Abends sind unter anderem:**
- Wirkungen von Testosteron und Östrogen bzw. antiandrogener Behandlung
- typische zeitliche Verläufe körperlicher Veränderungen
- reversible und irreversible Wirkungen
- realistische und unrealistische Erwartungen an eine Hormontherapie
- häufige Nebenwirkungen und belastende Begleiterscheinungen
- typische Ängste und Unsicherheiten vor und während des Beginns einer Hormontherapie
- individuelle Unterschiede und Grenzen der Vorhersagbarkeit von Veränderungen
- Besonderheiten und unterschiedliche Zielsetzungen bei nicht-binären Menschen
- typische Entscheidungsprozesse vor Beginn einer Hormontherapie
- Möglichkeiten einer verständlichen und ergebnisoffenen Aufklärung
- die Rolle von Therapeut\*innen und anderen Behandelnden bei einer informierten, selbstbestimmten Entscheidung
Neben fachlichem Input soll ausreichend Raum für **Fragen, Erfahrungsaustausch und konkrete Fälle aus der Praxis** sein.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Psychotherapeut*innen und andere Behandelnde, die trans* und nicht-binäre Menschen begleiten oder künftig begleiten möchten. Medizinisches Vorwissen zur Hormontherapie ist nicht erforderlich.
**Termin:** Dienstag, 24. November 2026, 17:30–ca. 20:00 Uhr
**Ort:** Checkpoint Queer, Lüneburg
**Verbindliche Anmeldung** mit Angabe von Namen und (Dienst-)Anschrift bei Hannah Engelmann-Gith über mailto:hannah.engelmann-gith@uni-giessen.de "mailto:hannah.engelmann-gith@uni-giessen.de";
Ärzt:innen bitte zusätzlich mit Angabe der EFN-Nummer – 2 Fortbildungspunkte der Ärztekammer Niedersachsen sind bewilligt.